Die letzten beiden Nächte unserer Weltreise würden wir als Couchsurfer beenden. Wir hatten in Forest Lake (ist in der Nähe von Brisbane) eine Familie über Couchsurfing gefunden, die uns aufnehmen würde. Sie sind vor 18 Monaten von Neuseeland hierher gezogen und haben 5 Kinder. So könnten wir noch ein klein wenig etwas vom neuseeländischen Way of Life mitbekommen, da wir dieses Land leider nicht mehr bereisen konnten.
Es brauchte eine Weile, bis wir das Haus gefunden hatten. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Hundehalter wir gefragt hatten, bis wir fündig wurden.
Dave und Debbie empfingen uns und zeigten uns gleich unser Zimmer. Was für ein Luxus für uns vier! Sogar mit eigenem Bad! Dave hatte Tortilla gemacht und so konnten wir am Abend die ganze Familie kennenlernen und unsere Cochsurfinggeschichten gegenseitig austauschen.
Als ich anbot morgen etwas zu kochen, wollten sie genau wissen was, denn die Kinder mögen nicht wirklich alles. Dave erzählte uns die Geschichte einer Deutschen, die Flödlesuppe gekocht hatte. Den ganzen Tag standen die unglaublich leckeren Pfannkuchen in der Küche und die anze Familie freute sich darauf, sie abends zu essen. Als es dann soweit war, nahm das Mdel die Pfannkuchen, rollte sie zusammen und schnitt sie in Stücke und das schlimmste von allem, sie schüttete die Pfannkuchen dann in eine Suppe. Wie ekelig! Ich musste herzlich lachen und fragte dann nach, was denn die Kids essen würden. Dave hatte bereits für den nächsten Tag vorgekocht, so dass ich mir etwas fürs Dessert überlegen konnte. „Apfelstrudel wäre gut.“
Gesagt, getan -. und so stand ich am zweiten Abend mit Flo da, machte Strudelteig, schälte unzählige Äpfel, denn ein Strude würde wohl kaum für 11 Personen reichen.
Und so habe ich mal wieder in Australien eine Koch-Premiere gehabt. Apfelstrudel selbst zu backen. Letztes Mal hatte ich mich an einer Schwarzwälderkirschtorte versucht.