Ein wirklich sehr seltsames Gefühl als wir nach 11 Monaten wieder deutschen Boden unter den Füßen hatten. Keiner von uns konnte es glauben, dass die 11 Monate bereits vorüber sind. „Dieses Jahr war das kürzeste Jahr meines Lebens!“, meinte Cayo und er hatte verdammt recht damit.
Einerseits freuten wir uns wieder auf Deutschand, unsere Fmailie, unsere Freunde und all das, was wir vermisst hatten und andererseits konnte ich es mir überhaupt nicht vorstellen, dass wir nun hier in Deutschland sein werden und keine „fernen Länder mehr entdecken“.
Seltsam: alle Schilder waren auf Deutsch und alle um uns herum sprachen Deutsch. Bei Immigration und Zoll ging es so schnell, dass wir es gar nicht glauben konnten – erst als wir auf unser Gepäck warteten, denn normalerweise dauerte die Eingangskontrolle meist wesentlich länger, so dass unsere Rucksäcke meist schon auf dem Band waren.
Als wir mit unserem Megagepäck (diesmal hatten wir 88kg dabei (inklusive 2 Digeridoos…) in die Ankunfthalle kamen, warteten bereits meine Schwiegereltern auf uns mit einem riesigen Schild, um uns willkommen zu heißen. Wie schön, anzukommen und bekannte Gesichter zusehen und alles für einen organisiert zu bekommen: kein Internet finden, um Uber zu kontaktieren und zu schauen, wo und wie wir unterkommen würden,…. Einfach nur einsteigen und nach Hause fahren.
Es kam mir alles so unwirklich vor. Wie oft hatte ich mir vorgestellt, wie es wohl sein würde, wenn wir nach so langer Zeit wieder in Frankfurt sein würden und dann fühlte sich alles so ganz anders an. So fremd, so gar nicht wie Heimkommen. Eher abwartend.
Als ich so vor unserem Haus stand konnte ich es gar nicht so richtig fassen. Auch der Rundgang, den wir durchs Haus machten, war ein wenig, als ob wir uns eine Ferienwohnung anschauen würden und immer wieder dachte ich mir: „Mein Gott, haben wir vielleicht viel Platz!“.
Zu Hause hatten meine Schwiegereltern lauter Leckereien, die wir unendlich vermisst hatten, vorbereitet.
Der Kühlschrank war gut gefüllt und nach einiger Zeit trudelten auch ein paar Freunde, unsere Haussitter und Nachbarn ein, um uns hallo zu sagen. Es war schön, all diese Menschen um sich zu haben und wir hatten uns jede Menge zu erzählen.
Abends dann suchte und fand ich sogar noch Bettwäsche, um unsere Betten zu beziehen und dann schliefen wir wie fast immer während der 11 Monate zu viert in einem Zimmer – irgendwie hatten wir uns daran gewöhnt!