Woche 2 nach unserer Ankunft

Flos Gesundheitzustand verschlechterte sich zunehmend. Schließlich ging er doch zum Tropeninstitut, um dann gleich 3 Antibiotika zu erhalten, die tatsächlich dann auch anschlugen. Gott sei Dank. Mit einem Mal wird man wieder sehr demütig bzgl. seiner eigenen Gesundheit und auch den Möglichkeiten, die wir hier in Deutschland haben.

Die zweit Woche stnd ganz im Zeichen des Wiedereinzugs. Wir hatten bereit recht früh auf unserer Reise beschlossen, dass wir bei unserer Rückkehr innerhalb des Hauses umziehen würden. Die Kinder, die vor der Reise eder sein eigenes Zimmer hatten, wollten in unser großes Schlafzimmer ziehen. Wochenlang wurden Pläne geschmiedet und gezeichnet, was wo im neuen Zimmer hinkommt. Flo und ich waren uns noch uneins, wo wir schlafen sollten und wo unser Büro sein sollte. Als es dann ums Umziehen ging, entschieden wir uns ganz spontan doch alle ursprünglichen Ideen über Bord zu werfen. Nun sind unsere Büros in den ehemaligen Kinderzimmern und wir schlafen unter dem Dach. Was für eine weise Entscheidung – das denke ich mir jedes Mal, wenn ich aufwache und zu den Dachfenstern hinausschaue.

Die Umzieherei kostet sehr viel Zeit und auch Kraft. Ich habe so viele alte Erinnerungen wieder entdeckt, die ich in Kisten verpackt hatte. Aus den Augen – aus dem Sinn. Und dann waren wieder plötzlich all die Erinnerungen wieder da: an meinen Vater, an meine Mutter, an die Zeit, in der wir im Ausland gelebt hatten.

Ich hatte Fotoalben von früher aus der Wohnung meiner Mutter mit nach Frankfurt genommen und ein wenig darin geblättert. Was für einen Flashback: all die Orte von früher auf dem Foto und nun die Erinnerung, wie wir dieses Jahr als Familie dort waren: unser Haus, der Park, der Spielplatz, die Markthallen…