Zwischen den Felsen- Las Grietas

Mit dem Wassertaxi fuhren wir zum Playa los alemanes, einer kleinen Strandbucht. Da dort recht viele Leute waren, wanderten wir weiter zu Las Grietas. Der Weg führt uns an einer Mondlandschaft vorbei. Im stehenden rosafarben Wasser wird Salz gewonnen. Rings herum sieht man silberne Büsche und Bäume, ohne Blätter. Wir kommen uns wie in einer anderen Welt vor. Von oben brennt die Sonne auf die Lavasteine. Wir gehen einfach den einzigen Weg weiter.

Immer wieder kommen uns Leute mit Schnorchelausrüstung entgegen. Sie müssen wohl von Las Grietas kommen, ein Platz, an dem man angeblich gut schnorcheln kann. Und dann sehen wir das Schild. Las Grietas. Es ist eine riesige Felsspalte, in der sich glasklares Wasser befindet. Rechts und links türmen sich die Felsen auf. Unten im Wasser hört man wie Leute im Wasser schwimmen. Eilig ziehen wir uns um, hängen unseren Rucksack an einen der vorbereiteten Holzpfosten und gehen ins kühle, ja eher kalte Wasser. Ich versuche zum ersten Mal zu schnorcheln. Gar nicht so leicht am Anfang, alles so zu machen, dass man keine Wasser in die Maske und den Mund bekommt. Als ich den ersten großen Fisch an mir vorbei schwimmen sehe, werde ich kurz panisch! Wenn der nun auf mich zukommt! Vor lauter Aufregung vergesse ich zu atmen. Nach einer Weile habe ich dann den Dreh raus und genieße den Blick auf die vielen verschiedenen Fische. Ganz unten sehe ich, wie ein Rochen anmutig durch das Wasser fliegt. Ich bin recht froh, dass er so tief da unten ist und ich so weit an der Wasseroberfläche. Ein gigantisches Gefühl, in einem so schönen Aquarium schwimmen zu dürfen und Einblick in diese Tierwelt zu haben.

Mir wird es dann aber auch zu kalt. Während die Jungs noch die anderen beiden Becken erkunden, in denen sich noch mehr Fische tummeln, wärme ich mich draußen an den Lavafelsen auf. Meine Nase ist vom Meerwasser bestens durchgespült und ich kann nach gefühlten Ewigkeiten mal wieder so richtig frei durch die Nase atmen.

Auf dem Heimweg sind die Kinder Feuer und Flamme und wollen nach Hause bzw. noch ein wenig in der Stadt bummeln gehen. Flo und ich wollen lieber noch ein wenig am Strand bleiben und die Natur genießen. Wir beschließen, dass die beiden schon mal vorausgehen und wir uns dann zu Hause treffen. Die Jungs gehen den Weg vom Strand bis zur Küste und zum Wassertaxi alleine zurück, nehmen das Taxi und genießen die Zeit ohne ihre Eltern. Und wir genießen den Strand, Flo schnorchelt nochmals und wird mehr als belohnt, denn er sieht jede Menge Fischschwärme. Ich bleibe draußen am Strand, schaue mich einfach um und lasse meine Gedanken schweifen.

 

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