Sie kommen ohne Sprache klar, bzw. eine gemeinsame Sprache spielt keine so große Rolle. Wir waren nachmittags zum Kaffeetrinken eingeladen, von Mathias und seiner Familie. Wir hatten sie vor ein paar Tagen am Strand kennengelernt. Sie haben zwei Jungs im Alter von Silas und Cayo. Das verbindende Element ist, dass Mathias einen deutschen Vater hat und seine ersten Lebensjahre in Deutschland verbrachte. Seit fast 30 Jahren lebt er auf Galapagos und konnte uns daher jede Menge über die Insel erzählen. Neben vielen Geschichten über die Menschen und die Insel bekamen wir jede Menge Tipps, was wir auf Isabela, die nächste Insel, auf der wir einige Zeit verbringen werden, machen könnten. Da er eine Tauchschule hier hat, konnte er uns viel über die Fische, die wir bereits gesehen haben, erzählen. Mathias ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler, so dass wir einen sehr unterhaltsamen und gleichzeitig erkenntnisreichen Nachmittag hatten. Mathias ist eigentlich Journalist und hat vor einigen Jahren einen Film über die Menschen auf Galapagos gemacht, um ein Stück weit die Geschichte der Inseln festzuhalten. So erfuhren wir viele kleine Geschichten über die Menschen hier, wie sie früher lebten und wie sich das Leben hier in den letzten Jahren verändert hat. So erfuhren wir beispielsweise, warum die Kosten für Lebensmittel und sonstige Dinge so immens hoch sind. Erst vor ca. 2 Jahren sind sie nochmals enorm angestiegen. Früher liefen die Transportschiffe Puerto Ayora direkt an. Dann sind drei Schiffe kurz hintereinander gekentert, weil die Ladung nicht richtig verstaut war und die Schiffe Schlagseite bekamen. Es wurde beschlossen, dass von nun an die Schiffe nicht mehr Puerto Ayora direkt anfahren dürfen, sondern nur noch im Norden. Dies bedeutet, dass die ganzen Waren nun mit dem LKW über die ganze Insel transportiert werden müssen.
Dani, Theo, Silas und Cayo verstanden sich blendend, obwohl die Kinder nicht Deutsch und unsere Kids kein Spanisch sprachen. Mit Englisch ging es immerhin soweit, dass sie gemeinsamen FIFA, Minecraft, mit ihrem Hund und Fußball spielen konnten.
Während des Nachmittags tauschten wir uns über das Leben auf Galapagos und in Deutschland aus, über die Schule, den Alltag und ihre Leidenschaft, die Musik. Maria und Mathias haben beide Lieder über Galapagos komponiert und sie zusammen mit anderen Musikern aufgenommen. Ein Lied davon, das Maria komponiert hatte, sangen sie uns vor. Es geht darum, dass die Hunde früher auf Isabela, dort wo die beiden 8 Jahre lang wohnten, oft die Iguanas am Strand jagten und töteten. Die Iguanas haben keinerlei Chance gegen die Hunde. Maria war oft sehr verzweifelt darüber und daher komponierte sie ein Lied. Ich fand es wunderschön und auch die anderen Lieder über Galapagos zeigten die Inseln aus einer neuen Perspektive.