Herrliche Morgenroutine

Seit einiger Zeit hat uns wieder das Lauffieber gepackt. Vor der Abreise hatte ich mit Laufen nicht mehr viel am Hut, da wir sehr eingespannt waren und ich mit meinem Knie herumgedoktert habe. In Costa Rica war an Laufen für mich gar nicht zu denken, es war viiiel zu feuchtheiß. Hier auf Galapagos sind die besten Bedingungen: schöne, angenehme Temperaturen und vor allem eine gigantisch schöne Strecke. Den Weg von zu Hause bis zum Eingang des Parks, an dem man sich einträgt, gehen wir immer zu Fuß, da wir einen Schleichweg auf einem steinigen Pfad nehmen. Vom Eingang bis zum Strand liegt dann ein schöner Weg vor uns, links und rechts gesäumt von Oputnias (den riesigen Kaktusbäumen), den silbernen Sträuchern und jeder Menge kleiner Eidechsen und Vögel, die einen beim Laufen begleiten. Die Strecke ist recht hügelig, das tut meiner Kondition ganz gut und ist dadurch recht abwechslungsreich. Nach einiger Zeit hört man das Rauschen der Wellen und dann liegt der weiße Strand direkt vor mir. Ein schöner Augenblick, noch schöner ist es dann, barfuß am Strand entlang zulaufen. In diesem Moment wird mir wieder bewusst, was für ein wunderbares Fleckchen Erde wir gerade besuchen. Wenn ich dann zum Meer blicke und in den blauen Himmel, sammle ich die Sonnenstrahlen und das Rauschen des türkisfarbenen Meeres, um sie tief in mir drin aufzubewahren. Anschließend spaziere ich dann mit Flo (der in seinem Tempo voraus gejoggt ist) am Strand entlang und zurück zum Parkausgang.

Mittlerweile bin ich gar nicht mehr ganz so kurzatmig und schaffe es sogar wieder, dass ich beim Laufen, meine Gedanken sortieren und Dinge konzipieren kann. Dann macht das Laufen für mich am meisten Spaß. Meine Gedanken sind wieder gut sortiert und ich habe mich ein wenig bewegt.

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