Kulinarischer Spaziergang im Hochland

Für unsere dritte Tour ins Hochland fuhren wir diesmal mit dem Bus, den die Leute hier nutzen. Es ist eigentlich ein LKW mit Sitzen und an der einen Seite offen. Hinten kann man seine Räder einhängen. Pro Person können 5 Leute sitzen. Wir warteten eigentlich auf einen Bus, der bis nach Santa Rosa fuhr. Leider kam da kein Bus vorbei, so dass wir beschlossen nur bis Bellavista zu fahren und den Rest mit dem Rad. Silas und Cayo sicherten sich die offenen Außen-Plätze. Mir war es ganz recht nicht außen zu sitzen. Die Musik wurde angeschaltet und los ging die Fahrt. Ich war froh über meine Jacke, da der Fahrtwind doch recht kühl war. In Bellavista stiegen wir aus und bezahlten den Busfahrer. Nun kam der Teil der Tour, der am stressigsten war. Die nächsten 16 km bis Santa Rosa ging es immer bergauf, da kamen wir echt ins Schwitzen. Wir fluchten darüber, dass wir den Bus nicht gefunden hatten, der bis nach Santa Rosa fuhr. Da das Wetter heute recht gut war, machten wir erst einmal in Santa Rosa nach 1,5 Stunden Fahrt eine Kekspause. Frisch gestärkt ging es dann Bergab zur anderen Schildkrötenfarm. Die Farm war etwas kleiner als die andere, die Schildkröten dafür größer und sehr zutraulich und aktiv. Einige spazierten quer über die Wege und viele von ihnen nahmen im Tümpel ein Schlammbad, das sie sehr genossen. Jeder von uns ging einzeln auf Schildkrötenjagd, es war schön, sich Zeit zu lassen und einfach die Schildkröten um sich herum zu haben, ohne alles fotografieren zu müssen. Wir haben so viele Schildkrötenfotos, dass ich gar nicht mehr das Bedürfnis hatte, groß zu fotografieren. Diesmal war ich nur für mich hier. Ich setzte mich auf ein Bänkchen unter einem Baum und schaute den Schildkröten zu. Wie herrlich dies so genießen zu können. Auf dem Rückweg machten wir einen Abstecher in den Lavatunnel. Wirklich beeindruckend, wie hoch der Tunnel ist. Einmal mussten wir uns auf den Rücken legen, um unter einem kleinen Spalt hindurch zukommen. Mal ein etwas anderes Gefühl. Die Kinder gingen den eigentlichen Ausgang und dann draußen wieder zurück zum Eingang, da dort unsere Räder standen. Flo und ich genossen die Stille des Tunnels und machten uns auf den Rückweg. Der Weg zurück war einfach nur schön. Das erste Stück ging es wieder steil bergauf. War jedoch nicht so schlimm, da so viele Schildkröten die Straße kreuzten und wir einige prall volle Grapefruitbäume entdecken. So wurde die Rückfahrt zu einem kulinarischen Spaziergang. Es ist wundervoll frisch vom Baum Grapefruits zu essen. Sie sind sehr saftig, so dass man echt aufpassen muss, um sich nicht ganz einzusauen. Die Kinder legten eine aufgesprungene Grapefruit vor einer der wandernden Schildkröten, die herzhaft hineinbiss und ganz glücklich zu sein schien. Am Wegesrand entdeckten wir dann Wildtomaten, die wie Unkraut dort wuchsen. Klitzklein aber so etwas von aromatisch. Wir gerieten ins Sammelfieber und machten einfach ein kleines Tomatenpicknick und sammelten auch welche für zu Hause. Auf diese Weise merkten wir gar nicht, wie die Zeit verging. Zufrieden und erschöpft kamen wir zu Hause an. Als Flo auf Google nachsah wurde uns erst bewusst, dass wir 35 km gefahren waren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert