Das Gepäck und wir

Das Packen ist mir noch nie so schwer gefallen, wie dieses Mal. Überall hatten wir Stapel vorbereitetet, die darauf warteten, eingepackt zu werden. Ich konnte einfach nichts einpacken. Ich wollte es nicht. Wieder alle Zelte abbrechen und woanders wieder neu anfangen. Ich hatte einen echten Durchhänger. Doch alles half nichts. Zum Glück fing Flo mit dem Packen an, dann war der Bann gebrochen. Da auf Isabela die Lebensmittel noch teuer sind, hatten wir hier noch einen Großeinkauf gemacht. Zu zweit schleppten wir unsere Vorräte nach Hause. Die große Sporttasche, die als Umtasche für Cayos Rucksack auf den Flügen dient, wurde nun unsere Provianttasche. Und selbst die reichte nicht aus. Wir packten noch einen Karton zusätzlich. Mit unserem Gepäck, dass sich hier auf Santa Cruz auf unerklärliche Weise (?) stark vermehrt hat, ließen wir mit dem Taxi zum Hafen bringen. Dort konnten wir es deponieren. Unsere Provianttasche mussten wir in der Quarantänestation abgeben. Dort wurde sie gecheckt und bekam dann die „Ausreiseerlaubnis“. Unsere Rucksäcke wurden auch nochmals untersucht, ob wir Dinge ausführen, die wir nicht dürfen. Anschließend wurde das Gepäck aufs Wassertaxi gehievt. Unsere Provianttasche erregte Aufsehen, da sie alleine kaum hochzuheben war. Uns allen ist klar, dass wir auf Isabela einmal gründlich ausmisten müssen, damit unsere Rucksäcke wieder „Normalgewicht“ bekommen. Das wird ein großes Verhandeln und Loslassen sein – auch oder vor allem? Für mich!

 

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