Seelöwentag

Hier auf Isabela kann man fantastisch vom Land aus in den Mangroven schnorcheln. Es gibt in den Mangroven eine kleine Plattform, von der aus man sich wunderbar die Unterwasserwelt ansehen kann. Um zur Plattform zu kommen, geht man einen Holzsteg durch die Mangroven entlang. Als Eingang des Stegs lagen jede Menge Iguanas herum und weiter den Steg entlang viele Seelöwen, die vor sich hindösen. Manchmal musste man richtig über sie hinweg steigen, um weitergehen zu können. Am Anfang war ich da sehr zögerlich, da ich den Tieren nicht zu nahe kommen wollte. Das störte sie jedoch nicht. Sie schliefen einfach weiter. In den Mangroven, nahe am Steg schaute uns ein kleines Seelöwenbaby mit großen Augen an. Von der Mutter war weit und breit nichts zu sehen. Es sah jedoch gut genährt und nicht unglücklich aus und schrie auch nicht nach der Mama.

Mit Schnorchelzeug bewaffnet sprangen wir ins bitterkalte Wasser. Dass das Wasser so kalt war, hatte ich schnell vergessen. Wahnsinn, was für viele Fische und auch große Fische ich zu sehen bekam. Die Kinder entdeckten eine Wasserschildkröte, die gerade auf dem Grund tauchte und später waren auch noch ein paar Schildkröten schwimmend unterwegs.

Das genialste war jedoch, dass an einer Ecke ein Seelöwe war, der mit uns schwamm. Zwei Franzosen spielten die ganze Zeit mit ihm. Sie streckten ihm einen Stock hin, den er sich schnappte. Neugierig kam er immer auf uns zu und schwamm um uns wirklich dicht herum. Der Seelöwe war so etwas von schnell, dass man gar nicht wusste, von welcher Seite er gerade angeschwommen kam. Einmal schwamm er gerade auf mich zu, da war mir dann doch mulmig zumute, kurz vor mir drehte er ab und machte einen Sprung aus dem Wasser. Da war ich kurz echt erschrocken als er so über mir im Wasser war. Mit seiner Schnauze streifte er Flos Hand und bei den Kids schwamm er auch so dicht vorbei, dass er sie streifte. Es war herrlich, so mit dem Seelöwen zu schwimmen und ihn zu beobachten. Dabei vergaß ich völlig wie kalt das Wasser war. Dann kam ein Iguana im Wasser vorbei. Faszinierend wie schnell er sich im Wasser bewegt und dabei seinen Schwanz zu Hilfe nimmt. An Land laufen die Iguanas eher behäbig.

Sobald der Seelöwe den Iguana gesehen hatte, schoss der dem Iguana hinterher wollte ihm in den Schwanz beißen. Dann war er auf uns davon. Andere Schnorchler, die weiter draußen waren, erzählten, wie der Seelöwe den Iguana in den Schwanz biss und dieser versuchte, wieder loszukommen.

Wir waren von der Seelöwenbegegnung so beseelt, dass wir erst merkten, wie kalt es uns war, als der Seelöwe weg war.

Eines war sicher, an diesem Platz werden wir häufiger schnorcheln.

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