Begegnung der anderen Art

Ich saß auf der Bank am Hafen von Puerto Ayora, war müde und genervt, weil wir unser reserviertes Ticket für die Weiterfahrt nicht bekommen hatten, Cayo saß neben mir, als ein Plizist mit einem Block bewaffnet, auf mich zukam. „Guten Tag,“ sagte er höflich un gab mir die Hand. „Wir machen hier eine Umfrange,“ kann ich Sie befragen. „natürlich,“ . „Wie ist Ihr Name? Ihre Passnummer?“ Meinen Namen kannte ich immerhin noch in meinem müden Zustand, Passnummer? Keine ahnung. Ich ließ das Feld beim Eintragen leer. „Wie lange sind Sie hier?“ „Zwei Monate“. „Und wie gefällt es Ihnen?“. „Es ist hier sehr schön.“ Ich war hundemüde und hatte keinerlei Nerv, in meinen Spanischkenntnissen zu graben. „Ist das hier Ihr Enkel?“ fragte er und deutete auf Cayo. Wie nett! Sehe ich nach diesem Stress-Tag schon so alt aus? Diese Frage hatte man mir ja noch nie gestellt. Vielleicht sollte ich meine grauen Strähnen doch so langsam mal färben… „Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn ich mit Ihnen ein Foto mache?“ Was sollte das denn nun? „Wenn Sie möchten.“ „Könnte der Junge das foto machen?“ Er zückte sein Handy aus der Tasche und drückte es Cayo in die Hand. Als ich aufstehen wollte, meinte er. „Nein, bleiben Sie ruhig sitzen.“ Cayo verdrehte die Augen und schaute mich an. Wir dachten in diesem Moment wohl das gleiche. Und so machte Cayo das Foto wie der Polizist mit dem Block in der Hand mich befragte. War das die Dokumentation, dass er seine Arbeit auch wirklich machte? „Vielen lieben Dank. Und noch eine schönes Zeit hier“ streckte er mir die Hand entegegen und verabschiedete sich von uns. „Was war denn das?“, schaute mich Cayo fragend an.

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