Ich habe es tatsächlich geschafft. Die 11 Stunden Busfahrt haben mir dabei geholfen, meine 50 000 Wörter für meinen Roman zu schreiben. Ich war so etwas von glücklich, dass ich es geschafft hatte und wollte meine Wörter gleich im Internet hochladen, um zu beweisen, dass ich es geschafft hatte. Die Bruchbude, in der wir wohnten, hatte entgegen der Ankündigung kein Internet. Also tigerte ich mit dem Netbook unter dem Arm durch Puno und suchte nach Internetcafés. Als ich dann endlich eines gefunden hatte, kämpfte ich mit dem Netbook, das so langsam (nach 10 Jahren) wirklich altersschwach ist, um eine Internezverbindung zu schaffen. Der Deal war, währen dich kämpfte, dass Silas und Cayo auch ins Internet durften, um Minecraft zu spielen oder sonst zu surfen. Zum Glück hat es bei mir dann doch noch geklappt und ich hatte immerhin die 50 000 Wörter hochgeladen, Nun konnte ich in aller Ruhe die restlichen Kapitel schreiben, selbst wenn ich später keinen Internetzugang mehr hätte. Heute habe ich die letzten Wörter geschrieben und der Roman ist fertig. Hätte ich nicht gedacht, dass es am Ende so stressig werden würde. Was jedoch genial war, dass ich fast einen Monat lang wirklich sofort nach dem Aufstehen, sofort an mein Netbook ging und dann konsequent eine Stunde geschrieben habe. Ich hoffe, dass ich zumindest teilweise die Schreibroutine beibehalten werde. Das wäre einfach gigantisch, wenn Schreiben wie Zähneputzen morgens wäre. Ein fester Bestandteil, an dem es nichts zu rütteln gibt. Ganz so viel Zeit werde ich mir nicht mehr nehmen, denn meine Familie war doch etwas angenervt, dass ich mich hinter dem Netbook verkrümelt habe und nicht wirklich ansprechbar war. Aber mit 30 Minuten morgens wäre ich super zufrieden mit mir.