Johannesburg – eine etwas andere Stadtrundfahrt

Wir hatten ursprünglich einen Mietwagen gebucht, durch das fehlende Internet jedoch noch keine Bestätigung erhalten. Als wir am Flughafen wieder Wifi hatten, bemerkten wir, dass es die nicht gab. Flo trottete los, um sich nach einem Mietwagen umzusehen, während Silas, Cayo und ich beim Gepäck blieben. Schnell wurde Flo fündig und so hatten saßen wir dann in einem kleinen Ford. Und stellten fest, dass hier Linksverkehr herrscht. Ich war gottfroh, dass Flo am Steuer saß. So, nun schnell beim DHL-Schalter vorbei, den dort hinterlegten Brief mit der deutschen SIM-Karte abholen und dann in die Wohnung – endlich, nach so vielen, vielen Stunden Reise. So war zumindest der Plan. Die Wirklichkeit sah etwas anders aus. Auf dem Weg zum DHL Cargo Center hielt ein Wagen vor uns an und fragte uns besorgt, ob wir uns verirrt hätten. Das fanden wir total nett, wie aufmerksam der Mann war. Unser Fahrstil war wohl etwas ungewöhnlich. Im Cargo Center bei DHL lag der Brief noch nicht vor. Die Tracking Nummer besagte, dass der Breif gerade in Frankriech lag. Schade! Wir werden eine Mail bekommen, wenn der Brief vorliegt. Nun also weiter zur Wohnung. Mit Google-Maps ausgestattet fuhren wir los.Das Straßengewiss auf der Karte entsprach nicht unbedingt der Realität, da sich viele Straßen nicht kreuzten, so dass wir nicht abbiegen konnten. Wieder einmal fragten wir und wir bekamen eine sehr ausführliche Antwort. Als wir endlich da waren, bemerkten wir bei der Anfahrtsbeschreibung, dass es sich um den falschen Stadtteil handelte. Im Klartext bedeutete dies, dass wir vom Norden wieder in den Süden mussten durch die ganze Stadt durch. Ein Glück, dass die Kids so platt waren und hinten im Auto tief und fest schliefen. Also die ganze Strecke wieder nach Süden, so wie es auf Google Maps bei Airbnb stand. Ich war müde und platt und kurz vor einem Nervenzusammenbruch! Als wir dann endlich wieder im Süden waren, in der besagten Straße, fanden wir das Haus nicht. Wir riefen mit meinem Handy unserer Vermieterin an. Sie erklärte uns, wie wir hinkommen könnten. „Kentucky Fried Chicken, große Hauptstraße,… Mir schwante, dass ich Kentucky Fried Chicken gesehen hatte, ganz im Norden, dort wo wir zuerst gewesen waren. Dann brach die Verbindung ab. Wir fragten vor Ort nach Kentucky Fried Chicken, aber der sei hier wirklich sehr weit weg. Wir mussten uns eingestehen, dass wir wohl doch wieder in den Norden fahren mussten. Selten war ich so angekäst wie in diesem Moment. Es half jedoch nichts. Flo fuhr wieder den ganzen Weg zurück hoch in den Norden. Wir waren mittlerweile seit 5 Stunden in Johannesburg unterwegs als wir endlich den Kentucky Freid chicken fanden. Dann fanden wir sogar den eingezäunten und bewchten Wohnblock. Nun mussten wir „nur noch“ unsere Vermieterin kontaktieren, damit wir endlich, endlich in unsere Wohnung gehen konnten. Der Typ am Wachhäuschen war nicht wirklich kooperativ. Telefonieren? Ne , das geht von hier nicht. Ich hatte mittlerweile kein Guthaben mehr auf dem Handy. Völlig entnervt fragte Flo eine Frau, die gerade aus dem Wohnblock kam, ob er kurz telefonieren dürfe. Und dann endlich, endlich stand die Vermieterin da und wir konnten in die Wohnung hinein. Di Jungs schlurften im Tiefschlaf in die Wohnung und Silas, der den ganzen Nachtflug über wach gewesen war und Filme geschaut hatte, legte sich aufs Bett und schlief ein.

Das war eine schwere Geburt. Ach ja, und Wifi gibt es hier auch keines (obwohl es auf Airbnb angeziechnet war), am Montag wollte sie nochmals vorbeischauen, um es einzustellen. Das sind ja tolle Aussichten, da wir unsere Reise hier mit dem Internet organisieren ist Wifi für uns echt wichtig. Immerhin hat die Wohnung eine Badewanne, das haben wir gleich gesehen und uns gefreut wie die Schneekönige. Die erste Badewanne seit über 5 Monaten!

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