Im Letaba Camp im Kruger Park gibt es ein kleines Museum über Elefanten. Eine südafrikanische Familie, mit denen wir gesprochen hatten, hatte es uns empfohlen. Was für ein Glück, denn das kleine Museum ist wirklich sehenswert.
Erst einmal der Rüssel von dem Tier. Ein gigantisches Museklpaket ist das mit ca. 40.000 Muskeln. Im Unterschied zu den Indischen Elefanten hat der Akrikanische 2 Finger am Rüsselende, der Indische nur einen.
Die Stoßzähne sind quasi das „Schweizer Taschenmesser“ des Elefanten. Immer dabei und ein vielseitig einsetzbares Werkzeug. Sie dienen zur Verteidigung, um Wasserlöcher in der Erde zu bohren, nach Wurzeln und Salz zu graben, Bäume umzuhauen, um an die Blätter dran zu kommen, um schwere Gegenstände aus dem Weg zu räumen oder um das Neugeborene aufzurichten. Mit den Stoßzähnen haben sie einen enormen Hebel.
Elefanten sind in der Regel Rechtszähner oder Linkszähner, d.h. wie bei den Menschen ist ein Stoßzahn sozusagen der „Arbeitszahn“. Das kann man recht gut erkennen, denn dieser ist normalerweise etwas kleiner, da abgenutzter. Es gibt auch einige wenige Elefanten die „beidzähnig“ sind.
Von wegen „wie ein Elefant im Porzellanladen!“ Elefanten trampeln überhaupt nicht, sondern setzen ganz bedacht ihre Schritte. So treten die hinteren Füße immer in den Fußabdruck von den Vorderfüßen. Bei welchen Tier ist das denn sonst so? Da kann man nicht gerade von Trampeln sprechen. Zudem gehen Elefanten auf Zehenspitzen. Ich wollte es auch erst kaum glauben. Im Museum war jedoch ein Modell eines Elefantenfußes ausgestellt, da konnte man genau sehen, wie die Ferse in der Luft ist. Künftig werde ich zu den Kindern sagen, dass sie wie Elefanten auf Zehenspitzen gehen sollen.
Elefantendamen haben es nicht leicht. Wenn sie Nachwuchs erwarten, so dauert ihre Schwangerschaft 20-22 Monate. Sie sind somit an der Spitze bei der Tragezeit der Säugetiere an Land. Und da beschwert sich unsereiner noch einmal über die popeligen 9 Monate!
Sind Elefanten wirklich Dickhäuter? Ihre Hautdicke ist ganz unterschiedlich, je nachdem, wo man sie misst. So sind sie sehr dünnhäutig hinter den Ohren. Da ist ihre Haut etwa so dick wie ein Blatt Papier. Wenn man sich jedoch die Haut an ihrem Hintern anschaut, dann kann sie bis zu 2,5 cm betragen.
Elefanten können mehr als nur tröten. Insgesamt haben sie vier verschiedene Laute zur Kommunikation: Brummen, Bellen, Grummeln und Trompeten. Wenn sich Elfanten unterhalten, so kann das menschliche Ohr nur einen Bruchteil davon hören.