Can I touch your hair? & Broken telephone @ Malina, Ari, Anna & Rob

Während wir im Backpüackers in Soweto eincheckten, rannten Silas und Cayo los auf die Wiese im kleinen Park, in dem jede Menge Kinder spielten. Sie hatten ein kleines Rugbyei dabei, das wir in Südafrika gekauft hatten. Als sie wieder kamen, haten sie mit den Kids gespielt und ihr Rugbyei verschenkt.

Später gingen wir als ganze Familie in den Park, da Cayo meinte, sie hätten uns immer etwas gefragt, aber sie wussten nicht, was es war. Als wir auf der Wiese waren, kamen die Kinder neugierig zu uns. Sie fragten nach unseren Namen und stellten sich selbst mit Namen vor. Die Kinder waren von ganz klein (ca. 1,5 Jahre bis 13 Jahre alt). Während Flo mit den Kindern herumtollte und sie in der Luft herumwirbelte. „Now, me! Now me! Once more!“ blieb ich bei den Mädchen, die mich über Cayo und Silas ausfragten. Sie wollten wissen, ob ich auch eine Tochter hätte. Dann fragte ein Mädchen ganz schüchtern, ob sie meine Haar anfassen könnte. Ich hasse es ehrlich gesagt, wenn man mir in den Haaren herumfährt (daher kann ich auch nicht wirklich verstehen, warum so viele Menschen einen Friseurbesuch als entspannend emfpinden). „natürlich könnt ihr das!“ In der nächsten Sekunde hatte ich gefühlte 1000 Hände in meinen Haaren. „Ohhh, wie weich sie sind.“ Weich waren sie nun wirklich nicht, da ich meine Haare einfach nur zum Pferdeschwanz zusammengemacht hatte und nicht mehr groß gekämmt hatte, da die Bürste noch im großen Rucksack verstaut war. „Darf ich eure Haare auch mal anfassen?“ „Ja, aber die sind nicht so weich!“. Das fand ich nun so gar nicht. Die meisten Mädchen hatten ihre Haare zu vielen Zöpfen geflochten. „Wie lange dauert es, bis die ganzen Zöpfe geflochten sind?“ „So ungefähr einen Tag.“ „Tut das nicht weh beim Flechten?“ Einstimmig ertönte ein lautes „Jaaaa!“

„Komm setz dich zu uns in den Schatten und spiel mit uns.“ „Was spielt ihr denn?“ „Broken telephone!“ Sie erklärten mir kurz das Spiel (so ähnlich wie stille Post) und dann begannen wir. Zuerst singt und klatscht man einen Text und dann beginnt einer dem anderen ein Wort ins Ohr zu flüstern. War gar nicht so einfach, da die Mädchen meist einen Namen in ihrer Sprache nannten.

Ein anderes Spiel war es, mir Wörter in ihrer Sprache vorzusagen, die ich nachsprechen musste. Das war vielleicht lustig, sowohl die Mädels als auch ich hatten jede Menge Spaß. Dann war ich an der Reihe und sagte ihnen „Streichholzschächtelchen“ vor. Neugierig probierte jede von ihnen das Wort nachzusprechen.

Dann kam der Kleine 1,5 Jährige an und sprach die ganze Zeit auf mich ein, ohne dass ich etwas verstand. „Was möchte er mir denn sagen?“ „Er will Wasser haben!“ Wir holten ein paar Wasserflaschen aus dem Kühlschrank und die Kinder waren im Glück, als sie das klate Wasser tranken. Bei über 30 Grad war das eine willkommene Abkühlung. Als ich die Kinder das Wasser trinken sah, wurde mir wieder richtig bewusst, wo ich mich eigentlich befand.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert