die letzten 30 Tage: noch 21 Tage

Ich scheine mich, je näher der Abflug rückt, immer mehr zu wiederholen. Im Vergleich zu gestern fühle ich mich noch platter: der ganze Tag war von früh morgens bis in den Abend getaktet. Ein Termin nach dem anderen, dazu fuhren wir gefühlt durch die halbe Republik, während der Autofahrt kam ein Anruf nach dem anderen herein. Andererseits war dieser Tag auch sehr vielfältig und breit gefächert und deckte das ganze Spektrum dessen ab, was das Unternehmerdasein so beinhalten kann.

Zudem fühlte sich Cayo heute Morgen nicht sehr gut: er hatte Bauchschmerzen und war einfach erschöpft. Das Abschiednehmen geht auch an den Kindern nicht einfach so vorüber. Jetzt, da wir das Kinderschlafzimmer aufgelöst und als Lagerraum nutzen, verändert sich auch die Atmosphäre hier im Heim. Alles fühlt sich irgendwie nach Aufbruch an: überall stehen Bananenkisten herum, im Wohnzimmer steht Silas gepackter Rucksack,…. Nachdem er ausführlich bis Nachmittag ausgeschlafen hatte, ging es ihm bereits viel besser und er freute sich darauf, als wir abends nach Hause kamen. Zum Abschluss sind wir das letzte Mal vor der Abreise als gesamte Familie Sushi Essen gegangen und haben uns auch dort von unserem Stamm-Sushi-Laden verabschiedet.

Mit Cayo habe ich nun auch vor-gepackt und wieder um jedes Kleidungsstück verhandelt. Dabei musste ich Cayo ein zusätzliches Trikot zugestehen, dafür nimmt er ein T-Shirt weniger mit. Gleichzeitig haben wir wieder einen Stapel Kleider ausgemistet, den er definitiv nicht mehr brauchen wird. Ganz langsam leert sich nun auch sein Zimmer.

Seit ein paar Tagen schleicht sich langsam so eine Art Panik bei mir ein, ob ich „all das“ auch vor der Reise überhaupt schaffen werde. Um dieses diffuse Gefühl von „all das“ besser greifen zu können, werde ich mich nun gleich hinsetzen und nochmals eine Liste schreiben, um was genau es sich handelt. Dann kann ich Prioritäten setzen und weiß eher was auf mich zukommen wird. Mit Flo haben wir nun beschlossen, dass wir uns täglich für 20 Minuten zusammensetzen, um zu schauen, was alles noch zu klären und abzuarbeiten ist und um uns gegenseitig auszutauschen. Ich hoffe, dass ich dadurch wieder mehr Gelassenheit in mein Leben bekomme und auch wieder nachts mehr Schlaf finde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert