Das Taj Mahal ist ein Ausdruck von unermesslichem Reichtum und Überfluß. Als wir zur Rückseite des Taj fuhren, kamen wir auch an einer Gegend vorbei, die das Gegenteil ist. Hier herrscht pure Armut. Winzige Lehmhütten ohne Strom, Behausungen, aus Planen provisorisch angebracht, ein paar Decken zusammengenäht, manche Menschen lagen auch einfach nur auf der nackten Erde. Als wir im Tuktuk vorbeifuhren und die Menschen und Kinder sahen, wurde mir ganz anders zumute. Auch unsere Kinder erkannten, wie groß die Kluft zwischen Arm und Reich ist. Beiden gingen diese Bilder sehr nahe. Sie fanden das sehr hart, dass auf der einen Seite viel für die Touris getan wird, um denen einen möglichst schönen Aufenthalt in Agra zu bescheren und auf der anderen Seite nichts getan wird, um die Armut direkt hier in der Stadt zu verringern.