Die Indische Bahn: Buchen und Fluchen

Ursprünglich wollten wir die Fahrkarte von Umaria nach Jaipur direkt bei unserer Ankunft in Umaria buchen. Da es mir jedoch bei der Ankunft echt schlecht ging und der Fahrer bereits 2 Stunden auf uns gewartet hatte und der Schalter erst 1 Stunde später geöffnet hatte, beschlossen wir, die Fahrkarten online zu buchen.

Wir meldeten uns online an. Dies war bereits eine kleine Herausforderung, mit der Visakarte die Anmeldegebühr zu bezahlen. Wir schauten nach den Zügen und sahen, dass es keinen direkten Zug gibt. Nächste Alternative. Der Zug von Katni aus (die Stadt ist 2,5 bis 3 Stunden Autofahrt von hier entfernt). Als wir nachschauten, welche Züge fahren, bemerkten wir, dass es in Klasse A2 (die beste Klasse des Zuges und die Klasse, mit der wir hergefahren waren) ausgebucht ist. Ebenso mit A3 (die Klasse darunter). Für mich war klar, dass wir auf einer 16 Stunden Zugfahrt über Nacht nicht mit der „normalen Klasse“ fahren würden. Wir haben zwar auf unserer Reise schon viel erlebt, aber das wäre mit den Kids und mir nicht machbar (wenn es sein müsste zwar schon, jedoch nur im allerschlimmsten Notfall….). Nun könnten wir wieder eine Notfallfahrkarte einen Tag vorher buchen wie bereits bei der Fahrt nach Umaria. Wir müssten dazu wieder zum Bahnhof nach Umaria und dann am Schalter das Formular ausfüllen. Wir fragten nach einem Taxi an der Lodge, da wir ja dann pünktlich morgens am Schalter stehen müssten. Der Mann an der Rezeption meinte, dass das recht aussichtslos wäre, da die Leute da schon frühmorgens da sind, um Fahrkarten zu bekommen. Er telefonierte eine Weile herum und fand ein Reisebüro, das die Tickets mit jeweils 500 Rupien Zuschlag besorgen würde. Das fand er zu viel. Er fragte seinen Freund, ob er denn nicht die Tickets über das Internet für uns buchen könnte. Klar, das ginge. Er würde für alle zusammen nur 500 Rupien Vermittlungsgebühr nehmen. Das klang doch mal schön. Nun mussten wir nur noch Glück haben, dass wir auch morgend um 10.00 Uhr online Glück haben würden. Die Zeit bis dahin war etwas anstrengend für mich. Ich muss zugeben, dass ich echt genervt war, dass wir die Tickets nicht hatten und ich keine Idee hatte, wie wir sonst nach Jaipur kommen könnten. In unserer Not hätten wir einen anderen Zug in die nächste Großstadt (das sind in der Regel 14 bis 16 Stunden) genommen und dann gesehen, wie wir weiterkommen. Letztendlich hat es mit dem Online Ticket geklappt. Zwar nicht in der Lasse 2AC, sondern 3 AC (da gibt es statt 6 Leuten im Abteil 8 Leute, d.g. Die eine Bettenbelegung ist: oben, mitte, unten). Der Mann loggte sich in sein Account ein und buchte die 4 Karten für uns, Mit unserer Visakarte konnten wir nicht bezahlen, so dass er bezahlte und wir ihm das Geld bar in die Hand drückten. Nun haben wir ein E-Ticket. Ich hoffe mal, dass das gültig ist. Bin ja mal gespannt.

Unsere Lektion in Sachen Reisen mit der indischen Bahn haben wir gelernt. Immer lange im Voraus buchen, dann musst du nicht so fluchen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert