Seit Afrika sind wir von den Elefanten ganz angetan. In Nepal hatten wir dann hautnahen Kontakt zu ihnen und wollten unbedingt einmal mehr Zeit mit diesen sanften Dickhäutern verbringen. Freunde von uns hatten erzählt, wie schön es war, ein paar Tage in Thailand in einem Elefantencamp zu verbringen. In der Nähe von Jaipur gibt es verschiedene Möglichkeiten, einige Zeit mit Elefanten zu verbringen. Wir meldeten uns bei einem der Camps an. Als wir ankamen war es recht heiß und wir setzten uns erst einmal in den Schatten. Auf dem Gelände war nicht allzu viel los und es standen auch nur ein paar Elefanten herum. Anfangs bekamen wir eine kurze Einführung zum Thema asiatische Elefanten und dann durften wir zu den beiden für uns reservierten Elefantendamen. Wir hatten im Internet recherchiert, wo wir Zeit mit Elefanten verbringen können und die Tiere dabei artgerecht gehalten werden. Der Anbieter hatte gute Kritiken bekommen, so dass wir „einen Tag bei den Elefanten“ gebucht haben. Zuerst konnten wir mit den beiden Elefantendamen Kontakt aufnehmen. Sie waren nicht angebunden, sondern standen neben ihren Mahuts. Sie waren sehr zutraulich und sehr gelassen als wir sie streichelten. Der Inder, der für uns ins Englische übersetzte machte Fotos und es fühlte sich schon ein wenig wie ein Fotoshooting an. Anschließend durften wir auf den Elefanten reiten: vorne der Mahut, dann Cayo und ich dahinter. Wir stiegen von einer Brüstung auf die Elefanten auf (nicht so spannend, wie in Nepal beim Baden). Dann spazierte der Mahut mit uns und der Elefantendame zwei Runden über den Platz. So hatten wir uns Elefantenreiten nicht wirklich vorgestellt. Es war ein wenig wie Ponyreiten im Zoo. Ich stellte dem Mahut einige Fragen über seine Ausbildung und seinen Elefanten. Das klang dann ungefähr so: „Wo kommen denn die Elefanten nachts unter? In Ställen?“ Die Antwort darauf lautete: „Wir haben 30 Elefanten in unserem Camp. Ich bin schon mein ganzes Leben lang Mahut.“ Auf diese Art und Weise war es recht schwierig, Konversation zu betreiben. Am Ende ließen wir uns vom Elefanten hin- und herschaukeln und waren dann auch froh, als wir in den Schatten konnten. Nun durften wir die Elefanten bemalen. Die Kinder schrieben mit bunten Farben und Pinsel die Namen ihrer Freunde auf den Elefanten während die Elefanten geduldig warteten. Die jüngere Elefantendame war recht neugierig und klaute sich immer Grünzeug von den Ästen undter dem benachbartem Baum. Dabei trat sie auch auf Cayos Fliflops und Silas Sandalen., Das war ein Bild für Götter: der Elefantenfuß, der so aussah als ob er gerade die Flipflops bzw. Sandalen anprobieren würde.
Anschließend durften wir das Bemalte wieder mit Wasser und Bürsten abwaschen. Aus Nepal kannte ich Elefantenbaden anders. Da waren die Kids im Fluß mit dem Elefanten und badeten und schrubbten ihn richtig. Zuletzt durften wir die Elefanten dan noch mit Bananen füttern. Das liebten sie sehr.
Den „Tag mit einem Elefanten“ betrachteten wir alle Vier mit gemischten Gefühlen, wir hatten uns etwas ganz anderes darunter vorgestellt.