Fazit Indien

Indien, ein Land der Gegensätze. Das war mir bereits im Vorhinein klar. Es ist jedoch etwas anderes, wenn man dies selbst hautnah erlebt. Für mich war Indien auch die Station, bei der ich am wenigsten wusste, was auf mich zukommen würde. Ich bin hier geboren und habe einige Jahre hier verbracht. Was wäre, wenn ich dieses Land nur einfach furchtbar finden würde? Ich finde Indien überhaupt nicht furchtbar und die Zeit in Bangalore auf Spurensuche war spannend und schön. Zudem hatte ich mal wieder die Gelegenheit, viel Zeit mit meinem Bruder zu verbringen – das hat Spaß gemacht.

Indien an sich ist bunt, schrill, chaotisch, laut und überraschend anders. Mir ist nun klar, warum Yoga aus Indien kommt. Dieses laute, bunte Treiben kann man auf Dauer nur überstehen, wenn man einen inneren Ruhepol hat.

Einmal mehr wurde mir mal wieder klar, dass Indien eigentlich kein Land, sondern ein Kontinent ist, der aus vielen Ländern, Kulturen und Sprachen besteht. Wir waren einfach viel zu kurz hier, um Indien so richtig kennen zu lernen.

Die Reiseroute war etwas unglücklich gewählt, da wir von Nepal aus eigentlich im Norden hätten beginnen müssen. Da mein Bruder jedoch einen feste Termin in Bangalore hatte, haben wir unsere Route einfach drumrumgebastelt.

Die Zugfahrten durch Indien waren ein echtes Abenteuer, bei dem wir das wirkliche indische Leben kennen lernten.

Bangalore hat uns gut gefallen, Jaipur noch besser. Der Abstecher in den Dschungel, um Tiger zu beobachten war schön, der Aufwand, dorthin zu kommen, war jedoch sehr hoch. Noch einmal würden wir dies nicht mehr machen. Wir haben schon eine Idee, wie unsere Reiseroute das nächste Mal aussehen wird. Indien hat uns begeistert, auch wenn Cayo sehr genervt darüber war, dass man ihm immer ins Gesicht gefasst hat. Wir nöchten mehr von diesem Land entdecken, das immer für eine Überraschung und ein Abenteuer gut ist.

Im Klartext: Indien ist nichts für Reise-Weicheier, zumindest so, wie wir gereist sind benötigt man jede Menge Geduld, Geduld unf nochmals Geduld und Humor, wenn alles ganz anders läuft, als man sich das vorgestellt hat. Wer Menschenmengen nicht mag und eine Kuhallergie hat, sollte um Indien einen großen Bogen machen.

Mit etwas Mut und Offenheit kann man in Windeseile Leute kennenlernen und jede Menge Facebookfreundschaften schließen 🙂 Wer gerne mal ein Prominentenfeeling haben möchte, von wildfemden Menschen angesprochen werden möchte für ein Selfie, der wird sich in Indien wohlfühlen. Auch wenn uns diese Kontaktfreudigkeit der Inder manchmal auch zu viel wurde, so haben wir es genossen, mehr über die Menschen in diesem Land zu erfahren.

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