Wir waren mit dem Boot aufs Meer rausgefahren: unser erster Tauchgang nach unserem bestandenen Tauchschein stand an. Beim Vorbereiten der Ausrüstung sah ich, dass die falsche Tasche für mich eingepackt wurde. Ich hatte ja immerhin Glück, dass ich meinen Tauchanzug in Flos Tasche gepackt hatte. Ich war ja sowieso schon aufgeregt und nun fehlte Tauchmaske, meine Flossen waren zu groß und das Tarierjacket zu klein. Am Ende bekam ich eine Maske geliehen, nahm Flossen, die 2 Nummern kleiner als meine waren. Es ging jedoch und ich lernte einmal wieder mehr, dass sich für alles eine Lösung findet. Eine der Hauptlektionen, die wir während unserer Reise gelernt haben: es kommt in der Regel ganz anders als geplant oder gedacht und irgendwie findet sich eine Lösung.
Es war schön, zu tauchen, ohne Übungen zu absolvieren. Ich war jedoch noch viel damit beschäftigt, darauf zu achten wie viel Luft ich hatte und ob auch sonst alles so war wie es sein sollte. Dennoch konnte ich auch ein wenig das bunte Fischtreiben beobachten. Ein kleiner blauer Fisch schien mich die ganze Zeit zu begleiten und schwamm immer vor meinerm Gesicht umher. Wie schön, Unterwasserfreundschaften zu schließen.
Wir sahen eine riesige Muräne, die unter einem Stein hervorlugte. Wirklich beeindruckend. Ich hätte nie gedacht, dass diese Tiere so groß werden können.
Wir hatten auch das große Glück, eine Wasserschnecke zu sehen, die nicht auf einer Koralle saß, sondern sich im Wasser bewegte. Spannend, wie sie sich dort fortbewegte.
Dann schwamm auch noch eine Schildkröte vorbei, die sich an den Korallen bediente und heftig davon mampfte.
Es ist einfach ein erhabenes Gefühl, durch das Wasser zu schweben, umgeben von Stille und an der Unterwasserwunderwelt ein wenig teilhaben zu können.






