Es ist einfach schön, abends mit Yuko, Hisayoshi und Flo zusammenzusitzen und über alle mögliche Themen zu sprechen. Sehr spannend, denn hier begegnen sich wirklich zwei völlig unterschiedliche Kulturen: angefangen bei der Schule, das Berufsleben und Politik.
Das Leben hier in Japan ist viel vorbestimmter als das in Deutschland. Es gibt einen vorgezeichneten Weg, den man zu gehen hat, um erfolgreich zu sein. Eine gute Schule, dann eine gute Highschool, dann die entsprechende Uni,….. Yuko und Hisa hinterfragen selbst dieses Modell und wollen auch mehr vom Leben haben als nur für die Arbeit zu leben. Das ist in Japan gar nicht ganz so leicht. Dadurch, dass sie 3 Jahre in Malaysia gelebt haben und raus aus ihrer Komfortzone waren, haben sie auch nochmals einen ganz anderen Blick auf die Dinge.
Das haben wir auch bemerkt, dass uns diese Reise für einige Dinge wirklich die Augen geöffnet hat und wir erfahren haben, dass man Dinge einfach tun muss ohne wich ewig damit aufzuhalten, ob dies möglich ist und was alles passieren könnte.
Hisayoshi meinte, dass er Deutschland dafür bewundere, das es so viele Flüchtlinge aufgenommen hat. Im Gegenzug dazu ist es ihm geradezu peinlich, dass Japan keine Flüchtlinge aufgenommen hat und sich auch so vom Rest der Welt eher abschottet.
Es ist recht selten und auch schwierig, wenn sich Ehepaare trennen und kommt nicht so häufig vor. Als ich sie fragte, ob es in Japan auch eine gleichgeschlechtliche Ehe gibt, schauten mich zwei verwunderte Menschen groß an. „So etwas gibt es in Deutschland?“