Nachdem wir einige Tage so richtig faul gewesen waren, wollten wir uns doch noch die Hauptstadt von Costa Rica ansehen. Anstatt an der Bushaltestelle zu warten spielten die Jungs dann Fußball und wir hatten eine weitaus bessere Zeit als durch die Stadt zu wandern und uns Gebäude anzusehen. Vielleicht machen wir das dann doch ein anderes Mal oder auch gar nicht.
Durchs Fußballspielen haben wir Fernandez und seine Familie kennengelernt: die kleine Camila 3 Jahre, der Vater und der älteres Bruder 15 Jahre. Es war wirklich schön, einfach mal so ganz ungezwungen miteinander zu reden (zum Glück konnte der große Bruder ganz gut Englisch) und Camila störte sich nicht über mein dürftiges Spanisch. Im Gegenteil, die plapperte munter drauf los, so dass ich während des Spiels Spanisch-Intensiv bekam.
Als es dann zu regenen begann, wurde das Spiel schlagartig unterbrochen – das wurde mir spätestens dann klar, als es wie aus Eimern goß: Regenzeitregen eben.
Beim Verabschieden lernte ich ein Stück Costa Ricanische Kultur kennen. Der große Bruder verabschiedete sich von mir mit Küschen (wie in Frankreich). In Frankreich gibt es ja mindestens zwei, wenn nicht drei, wie im Süden. Also hielt ich ihm dann auch die andere Backe hin und der gute Junge schien etwas verwirrt zu sein und nahm mich dann in den Arm. Nun weiß ich, dass man sich in Costa Rica nur mit einem Küsschen verabschiedet. Steht in keinem der Reiseführer, die ich gelsen habe!
Als die Familie gegangen war, blieben wir noch ein Weilchen im Pavillion und sahen dem Regen zu. Cayo und Silas spielten noch eine Runde Diabolo zum Abschluß.