Resümee: die erste Woche

Seit einer Woche sind wir also weg. Einerseits fühlt es sich für mich schon ewig lange an, andererseits bin ich immer noch in dem Stadium, dass ich das alles noch nicht so ganz glauben kann, dass unser Sabbatical tatsächlich begonnen hat. Momentan fühlt es sich noch eher wie Urlaub an. Die Kinder haben ja noch Ferien und wir genießen dieses Stückchen Paradies am Ende der Welt.

Für uns ist es das erste Mal, dass wir bloggen, daher war ich gespannt, wie es denn für mich sein würde. Ich finde es faszinierend, dass die Artikel, die wir schreiben, von überall her gelesen werden können und wir so in Konktakt mit den anderen bleiben. Und gleichzeitig schreibe ich auch mein persönliches handschriftliches Tagebuch über die ganz persönlichen Dinge, die durch meinen Kopf so gehen. So ist der Blog eine wunderbare Ergänzung zum Tagebuch, da hier ja auch Fotos etc. gepostet werden können. Zudem werden wir nicht überall Internet haben und hier in Uvita ist das Netz bescheiden. Da kann man nicht grade mal schnell ein Bild hochladen, das dauert Ewigkeiten.

Da wir mit dem Bus hierher gekommen sind und kein Mietauto haben, machen wir momentan alles zu Fuß im Gegensatz zu all den anderen Touris hier. Das ist zwar beschwerlicher als mit einem Mietauto aber wir sehen dafür auch ganz andere Dinge, die man aus dem Auto nicht so sieht.

Wir haben uns nach einer Woche so langsam an das feuchte Klima gewöhnt und dass es ab 15.00 Uhr stark zu regnen anfängt. So ist unser Tagesrhythmus leicht verändert: um 6.00 Uhr sind wir wach und stehen langsam auf, dafür gehen wir echt früh ins Bett: ca. 20.00 Uhr, manchmal noch früher, da wir einfach so erschlagen sind. Zudem wird es hier ab 18.00 Uhr schlagartig dunkel – und dunkel heißt hier wirklich dunkel!

Trotz des gigantisch schönen Wetters ist auch bei uns nicht immer alles heitrer Sonnenschein. Wir hatten bereits einige Streitigkeiten und am Ende einer sehr emotionalen Diskussion haben wir dann beschlossen, dass jeder für sich Regeln aufstellt, was ihm wichtig ist und was beachtet werden soll. Zusammen wurde es eine DINA4 Seite voll mit „Ich wünsche mir, dass…“ bei dem jeder seine Punkte vorbringen konnte. Es gibt noch eine zweite Seite, für den Fall, dass die Regeln nicht respektiert werden. Diese Seite beginnt mit „Wenn nicht, dann…“ dort steht, wie jeder die anderen darauf aufmerksam macht, dass seine Regel micht eingehalten wurde. Ich habe das Gefühl, dass es viel besser als vorher klappt und dass sich jeder von den anderen ernster genommen gefühlt wird.

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