Draußen auf dem Meer

Ein unvergeßlicher Tag für uns alle. Der Bootsführer meinte gleich zu Beginn, dass die See heute recht rau seo. Das haben wir gleich zu Beginn gespürt, als wir über die hohen Wellen raus aufs offene Meer gefahren (oder vielmehr gesprungen sind!). Das Wasser fühlt sich wie Stahlbeton an, wenn man aufkommt. Dabei wurden wir recht wild durcheinandergeschüttelt und rechts und links spritze das Wasser. In unserer Gruppe im Boot – oder vielmehr eher Nußschale, waren wir 12 Leute und ein kleiner Hund, den eine Dame mit aufs Boot genommen hatte.

Als wir auf hoher See waren, wurde das Wasser dann zum Glück etwas ruhiger. Nun hieß es Geduld zu beweisen. Nach einiger Zeit sahen wir eine große Meeresschildkröte und dann noch eine. Die rechte ganz neugierig den Kopf zu uns hinüber. Es ist immer wieder aus Neue ein sehr berührendes Gefühl, wenn man Tieren in Wildnis so nahe sein kann.

Buckelwale, die wir eigentlich ansehen wollten, waren heute nicht in Sicht. Dafür hatten wir das Glück einige kleine Schwertwale (auch falsche Orcas genannt), de selten in der Gegend sind, zu sehen. Die sind hier eher selten anzutreffen. Da sie die Babays der Buckelwale angreifen, waren die Buckelwale heute nicht zu sehen. Schade, andererseits war der Anblick der Schwertwale, wie sie ein- und auftauchten auch sehr erhebend.

Auf der Rückfahrt begegneten wir noch einem Schwarm Delfine und begleiteten sie mit dem Boot ein Weilchen. So viel Leichtigkeit und Anmut. Ein unvergesslicher Augenblick, vor allem wenn manchmal eines der Tiere fast ganz aus dem Wasser sprang und das ganze Boot sich darüber freute.

Da wurde mir einmal mehr klar, wie klein und nichtig wir Menschen doch im Vergleich zur gigantischen Natur sind.

Wir fuhren nochr in Richtung Isla Ballena, eine kleine unbewohnte Insel. Da das Wasser zu rau war, konnten wir statt zu schnorcheln nur ein wenig schwimmen. Das war jedoch auch ein anderes Gefühl, so mitten im Meer zu schwimmen als in Strandnähe.

Zum Schluß fuhren wir noch zu einem Felstor, durch das man nur bei sehr friedlichem Seegang hindurchfahren kann. Wir schauten es daher nur von der Ferne an.

Schließlich wurden wir am Nationalpark abgesetzt, am Wale Tale, so werden die Felsen, die bei Ebbe sichtbar werden und aus der Luft die Form eines Walschwanzes haben, genant.

Die Jungs rannten gleich zum Wellen hüpfen, während ich mich unter Palem etwas von der rauen Bootsfahrt erholte. Ich hatte wieder das große Glück, gerade unter dem Baum mich auszuruhen, auf dem zwei Aras sich sattfraßen, laut kreischten und von einem Baum zum anderen flogen. Eine echte Darbeitung war das.

Einen Wehrmutstropfen hatte die Bootstour für mich: ich war während der ganzen Zeit fürchterlich seekrank und konnte so die ganzen Wunder der Natur nur teilweise richtig genießen. Zum Glück waren die Jungs seefest.

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