Neue Erkenntnisse in Sachen Führung

Wie lehrreich die Zeit hier in Osa ist. Flo und ich haben eine ganze große Menge in Sachen Führung gelernt. Unbezahlbar diese Erfahrung. Und es ist einfach etwas vollständig anderes, wenn man Dinge erfährt und nicht nur liest. Wir lesen ja sehr gerne und auch sehr viele Fachbücher – aber die Zeit hier werden wir nicht so schnell vergessen.

Das A & O sind wirklich Informationen. Wenn ich das Gefühl habe, informiert zu werden und ein Teil des Ganzen zu sein, ist das für mich etwas anderes, als für mich gefühlt willkürliche „Befehle“ auszuführen. Wie es sich anfühlt, wenn ich nicht weiß, was ich heute zu tun habe und dann dasitze und warte, bis vielleicht etwas zu tun ist. Ich finde es schwierig, wenn ich nicht weiß, was am Tag so alles ansteht. Immerhin habe ich die ersten Aufgaben am Morgen bereits verstanden. Kaffee- und Frühstück vorbereiten, Küche und Gastraum fegen und wischen. Und dann? Tja, je nachdem. Ich habe manchmal einige Dinge gesehen und nachgefragt, ob ich dieses oder jenes tun könnte. Manchmal bin ich damit auf offene Ohren gestoßen , manchmal eher auf Abweisung und Unverständnis (ohne eine Begründung zu bekommen). Ich habe für mich erfahren, wie wichtig es mir ist, dass ich weiß, wass Sache ist und wie das Ergebnis der Aufgabe aussehen soll. Mit einer reinen Tätigkeitsbeschreibung habe ich so meine Schwierigkeiten. Ich finde es schwierig, dass ich auch keinen zeitlichen Rahmen hatte. Klar, wenn viel los ist und Gäste da sind, dass wir dann mit anpacken. Nur wenn, nichts los war und wir dasaßen und warteten, das fand ich eine echte Herausforderung. Heute haben wir beispielsweise beschlossen, bzw. wurde uns vorgeschlagen, zum Strand zu wandern. Wir waren kurz davor, aufzubrechen, als wir dann plötzlich Aufgaben übertragen bekamen, die den ganzen Vormittag (an dem wir warteten…) machen konnten. Für mich ist es extrem wichtig zu wissen, wie die Abläufe sind und warum die Dinge so gemacht werden wie sie gemacht werden. So war der heutige Tag für uns etwas mit Frust belastet. Eine gute Gelegenheit, selbst aus dem Frust zu kommen und nicht andere einfach dafür verantwortlich zu machen. Ich habe bemerkt, wie sehr es hilft, zu beschließen, dass ich mich von solchen Lapalien nicht frustrieren lasse und dann einfach etwas unternehme. Wir haben dann Dolle gespielt, ein Reaktionsspiel, bei dem man sich verdammt konzentrieren muss, da kommt man gar nicht mehr auf ärgerliche Gedanken. Und im Nachhinein sind solche Lektionen für uns als Unternehmer sehr, sehr lehrreich. Der Tag war dann doch noch schön. Die Kids und ich genossen in Badeklamotten den wunderbaren Tropenregen.

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