Quito, wir kommen!

Der Nachtflug hatte uns echt geschafft. Durch das verloren gegangene Gepäckstück hatten wir nochmals einige Zeit am Flughafen verbracht. Als wir dann endlich in unseren neuen Zuhause waren rollte sich Silas auf dem Bett ein und schlief erst einmal. Er war fast die ganze Nacht über wach gewesen.

Unsere Wohnung, die wir über Airbnb gefunden hatten, kam uns wie ein Palast vor. Die letzten 6 Wochen hatten wir maximal ein einzelnes Zimmer mit Bad und Küche für uns gehabt, oftmals waren wir im Hostal mit Gemeinschaftsküche und die letzten 2 Tage sind wir sehr einfach im Schlafsaal untergekommen mit Gemeinschaftsbad und WC. Nun wurde es Zeit für etwas mehr privates Leben. Unsere Wohnung für die nächste Woche hat 2 Schlafzimmer, einen großen Wohn-Essbereich, sogar eine Badewanne und eine Waschmaschine. Die Waschmaschine war eine der Kriterien, die bei der Wohnungssuche wichtig war, denn unsere Kleidung hatte durch das feucht heiße Klima vor allem im Regenwald doch stark gelitten und eine ausführliche Grundreinigung nötig.

Wir freuten uns wie die Schneekönige über soooo viel privaten Platz. Die Wohnung ist in einem Gebäudekomplex, der am Eingang durch einen Wachmann gesichert ist.

Die Wohnung liegt recht nördlich im „besseren“ Teil, gleich neben dem ehemaligen Olympiastadion von 1951. Vom Schlafzimmer aus sieht man auf die Berge. Wir sind hier ja fast auf 3000 Meter.

Später entdeckten wir, dass die deutsche Botschaft einen Häuserblock entfernt liegt.

Ich packte gleich die Rucksäcke aus, da ich wissen wollte, welche Sachen wir sicher nach Quito gebracht haben und von welchen Dingen, wir uns vielleicht verabschieden müssen. Zum Glück waren die Kleider dabei. Jetzt konnte ich mit meiner Waschaktion starten. Selten habe ich mich so sehr über das monotone Summen einer Waschmaschine gefreut und darauf, endlich mal wieder Kleider zu haben, die sich nicht klamm anfühlen. Was für eine Vorfreude und auch darauf, dass das Wäschetrocknen nicht mindestens 2-3 Tage dauern würde.

Wir räumten alles aus, um mal wieder das Gefühl zu haben, irgendwo zu Hause zu sein. Diesmal hatten wir ja jede Menge Platz. Die letzte Woche haben wir fast nur aus dem Rucksack gelebt – das ist ganz schön anstrengend, weil wir immer irgendwie am Suchen waren.

Während Cayo chillte und das gute WLAN nutzte, erkundeten Flo und ich ein wenig das Viertel und kauften ein. Einstimmig beschlossen wir, uns Teller und Besteck zu kaufen, da es hier nur einmal Teller und Besteck gibt und wir nicht 1 Woche lang das Gefühl haben wollen, in einen Fast Food Imbiss zu essen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert