Auf dem Weg zum Einkaufen schlenderten Flo und ich die große Straße entlang. Überall standen Menschen, die irgendetwas verkauften. Indiofrauen, die am Straßenrand saßen, mit ihren Filzhüten und Umhängen, vor sich eine Tasche stehend, in der sich irgendetwas zu essen befand. Einige Händler haben fahrende Stände und verkauften von dort aus. Eine Indiofrau saß vor einem Minigrill und grillte Fleischstücke, Ein Junge stand mit einer Kiste mit Donuts,… Ich kam mir vor wie im Street Food Festival nur viel, viel besser. Zuerst probierten wir vom Guanabanasaft. Herrlich köstlich. Im Saft waren sogar noch Guanabanastücke mit Samen, die wir sorgfältig sammelten. Mal sehen, ob ich es in Deutschland schaffe, einen Guanabanabaum zu ziehen.
Eine Sache interessierte uns besonders. Der Mann am Stand verkaufte runde frittierte Kugeln, die mit dem Löffel aufgemacht wurden. Sah lecker und interessant aus. Probeweise teilten wir uns zu zweit eine Kugel. Neben den Kugeln war eine Schale mit einer Sauce und Flo fragte, ob die auch dazu gehöre. „Die ist aber scharf“. Wenn schon, denn schon. Vorsichtig kam noch etwas von der Sauce drauf. Eine gute Entscheidung. Die Kugel schmeckte so etwas von lecker und ist quasi ein Mittagessen to go. Außen ist Kartoffelbrei und innen eine Füllung mit Reis, Ei, Gemüse und Fleisch. Das ganze ist wie gesagt, gebacken und knusprig. Die Sauce gibt allem noch einen scharfen Geschmack. Mein neuer Favorit hier auf der Straße. Wie das nun heißt habe ich noch nicht so ganz herausgefunden. Kommt noch. Wir sind ja noch ein paar Tage hier und werden bestimmt nochmals solche Kugeln essen.