Höhentraining auf fast 3000m @ Holger, Claudie, Jeremy & Alicia

Im riesigen Park gleich bei uns um die Ecke gibt es viele gut ausgestattete Fußballfelder. Am Wochenende war jede Menge los. Ich glaube, dass da feste Mannschaften trainierten, denn als wir fragten, ob die Kids mitspielen könnten, war dies nicht möglich. Da wir uns nicht so schnell entmutigen lassen, suchten wir uns einfach auf der Wiese eine Familie aus, die einen Ball dabei hatte und spielte. Da war es überhaupt kein Problem, zu kicken. Und so spielten Silas, Cayo, Flo zusammen mit Mateo, Christian und noch einem Jungen eine Runde Fußball, während ich mit Domenica plauderte. Mateo ist ihr kleiner Bruder und Christian ihr Freund. Sie war sehr interessiert an Deutschland und erzählte auch ein wenig über ihr Leben hier in Quito. Die Wirtschaftslage hier ist nicht seht gut. Sie brauchte ein Jahr, um eine Arbeit zu finden. An der Uni hat sie Kommunikation studiert und arbeitet nun in einer großen Firma im PR-Bereich. Sie erzählte, dass die Arbeitslosigkeit alle Menschen betreffen würde, alte, junge, Männer, Frauen. Ihre Mutter (sie ist 50) sucht seit 7 Jahren nach Arbeit. Es gibt zwar etwas Geld vom Staat, das ist jedoch sehr, sehr wenig. Um sich über Wasser zu halten, verkauft sie nun auf den Straßen irgendwelche Dinge. Das zeigte mir nochmals sehr deutlich, warum so viele Menschen hier als Händler unterwegs sind.

Sie schwärmte mir von Ecuador vor, das so vielfältig und schön sei. Da war ich schon ein klein wenig traurig, dass wir von Ecuador nur Quito und die Galapagos Inseln kennenlernen würden. Mir war jedoch klar, dass ich nochmals hierher kommen möchte, um mir mehr Zeit für das Land und die tollen Menschen hier zu nehmen. Nach dem Gespräch mit Domenica wurde mir klar, dass es eigentlich gar nicht so wichtig ist, wo man hinreist, sondern viel viel wichtiger ist es, mit wem man zu tun hat, sprich mit welchen Menschen man in Kontakt kommt. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf wird sich unsere Reiseroute vielleicht auch noch etwas ändern.

 

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