Erste Abschiede – die letzte Stunde Unterricht

Wie schnell die Zeit auf Isabela vergangen ist. Nachdem wir vom Ausflug mit den Kindern zum Estero zurückgekehrt waren, hatte wir gerade noch Zeit, um uns unzuziehen und sie Sachen für den Unterricht mitzunehmen. Silas und Cayo kamen auch mit. Wir hatten als Abschied zwei Lieder vorbereitet, die wir mit den Leuten singen würden. Zum Glück gab es im Büro Lautsprecher, so dass wir nicht acapella singen mussten. Spannung lag in der Luft, als Cayo den Lautsprecher anschaltete: „Ein Hoch auf uns“. Glücklicherweise hatte ich im Netz die spanische Übersetzung gefunden. (Es lebe Google!) und so sangen wir gemeinsam. Juan Carlos schnipste gleich im Takt mit und selbst Domingo mit seinen 66 Jahren ließ sich auf das Lied ein. Silas und Cayo kannten den Text sowieso auswendig (und machten uns noch auf ein paar Textfehler im Deutschen aufmerksam). Zum Schluß gab es noch die Chöre. Der Refrain ist so wunderbar einfach, da konnte alle auch ohne Text mitgrölen. Zum Abschluß hatten wir für jeden noch ein Zertifikat vorbereitet, denn es war die beste Englisch- und Deutschklasse, die wir je unterrichtet hatten (auch wenn es unsere erste Klasse war – wir waren uns sicher, es kann keine bessere geben…). Wir überreichten der Klasse noch Ulf, der beschlossen hatte, auf Galapagos zu bleiben. Eine Entscheidung, die ich vollkommen nqachvollziehen kann. Er wird es hier auf Isabela gut haben, mit all den lieben Leuten hier. Die Klasse hatte uns auch einen Abschiedbrief geschrieben, der uns wirklich rührte. Ich hätte nie gedacht, dass wir hier so gut Anschluss finden und mit den Leuten und Kinden hier so viel Spaß haben würden. Als hätten sie es geahnt, dass Ulf bei ihnen bleiben würde, bekamen wir als Abschiedsgeschenk eine Plüsch-Booby-Familie und einen Plüschmanta geschenkt. Was für eine liebe Idee. So werden wir immer ein Stückchen Isabela mit uns dabei haben. Zum Abschluß hatten sie dann noch eine Überraschung vorbereitet. Sie luden uns zum Essen ins Restaurant ein. Es war einfach überwältigend. Was für ein schöner Abschluß. Müde, satt (das Essen war lecker) und traurig machten wir uns auf den Heimweg.

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