Wir hatten über einem Bekannten von einem der USA-Mädels den Kontakt zu einem jungen Safari-Anbieter, mit dem wir eine zwei-Tages-Safari machten. Ursprünglich mit insgesamt 7 Personen waren wir am Ende nur wir 4, hatten quasi unsere private Safari. Wir komfortabel im 7 sitzigen Safari-Jeep. Zuerst ging es in den Tangarine National Park, der ca. 1,5 Stunden von Arusha entfernt liegt. Schon gleich ein Stück von Arusha entfernt, sahen wir die ersten Massai, die in ihren traditionellen Kleidern mit einem Stock in der Hand, das Vieh vor sich hertrieben. Als wir in den Park hineinfuhren, war mir schnell klar, warum hier alle Vierrad-Antrieb haben. Hier sind die Straßen wirklich Pisten und da es die letzten Tage so viel geregnet hatte, waren sie voller Schlamm. Das würde für mich eine Herausforderung werden, immer wieder durch Schlammlöcher und Schlammpisten zu fahren. Ich bin ja nicht so der Adventure-Typ, wenn es ums Autofahren geht. Da ist mir eine alspahltierte Straße 1000 Mal lieber. Gleich am Eingang begrüßten uns die Affen. Während wir auf die Registrierung warteten, konnten wir zusehen, wie die Affen in einen Jeep eindrangen, bei dem die Fenster geöffnet waren. Die beiden Affen fanden allerlei leckere Dinge zu essen bis ein Guide kam und die Affen aus dem Jeep vertrieb. Ich stellte mir vor, wenn so ein Affe bspw. meine Kreditkarte angefressen hätte, was hätte ich dann bei der Kartensperrung gesagt? „Könnten Sie mir bitte eine neue Kreditkarte zusenden, meine bisherige wurde eben von einem Affen angefressen?“
Dann ging die Fahrt los. Genau so hatte ich mir Afrika vorgestellt. Diese große Weite und immer wieder mal gigantische Boabbäume und die typischen afrikanischen Bäume, die oben so flach sind. Im Jeep wurde das Dach hochgefahren, so dass wir nun eine top Aussicht hatten. In dieser Weite wirkten die Tiere, die wir sahen, ganz anders als im Kruger Park. Dort sah man die Tiere etwas näher, die Landschaft war jedoch weit weniger schön. Auch wenn ich das gar nicht wollte, ich verglich indirekt doch immer alles, was ich sah, mit dem war ich im Kruger Park gesehen hatte. Griaffen, Warzenschweine, Impalas, gazellen, Elefanten, Löwen, Büffel und Zebras, … alles war vertreten. Die Tiere hatten absolut keine Angst. Ist wohl auch kein Wunder, denn die Jeeps fihren anfangs fast in einer Kolonne hintereinander, so dicht war hier das Safariaufkommen. Und wir sind gerade in der Nebensaison! Nach einer Weile hatte sich die Kolonne zum Glück aufgelöst.
Wir haben mittlerweile ein gutes Safari-Auge entwickelt, da wir die Tiere recht schnell sahen. Besonders eindrucksvoll war eine Elefantenherde mit ihren Babys, die sehr nahe kamen. Das eine Baby war wirklich winzig, wir alle waren ganz hingerissen über das Kleine.
Durch die vielen Regenfälle in der letzten Zeit, sind viele der Tiere in einen anderen Park gewandert, so dass die Tierdichte an diesen Tag nicht ganz so hoch war, wie sonst. So ist es eben mit der Natur. Beeindruckend war die Landschaft auch mit nur weniger Tieren.