Nach einem langen Ausflugstag waren wir endlich am Bahnhof von Hiroshima angekommen. Die Kinder rannten voraus, mal wieder Pokemons fangen. Mittlerweile waren wir den Weg bereits häufig gegangen, so dass wir uns keine großen Sorgen machten. Als wir dann aus dem Eingangsbereich des Bahnhofs draußen waren, sahen wir von den Kindern keine Spur. Ich wartete mit dem Rucksack am Eingangsbereich und Flo schaute sich noch ein wenig um. Keine Kinder! Vielleicht waren sie bereits nach Hause vorausgerannt, so unsere These. Also gingen wir zu zweit im Stechschritt nach Hause (ca. 15 Minuten) und hofften, dass die Kinder dort vor der Türe auf uns warten würden. Wir konnten sie auch nicht kontaktieren, denn Silas hatte das Pocket Wifi bei sich. Als wir an unserer Wohnung ankamen, waren keine Kinder in Sicht. Ich blieb zu Hause (musste noch packen, denn am frühen Morgen ging es für uns weiter zur nächsten Station unserer Reise) und für den Fall , dass die Kinder doch nach Hause kommen, wäre jemand hier. Ich habe selten mit so einem unguten Gefühl gepackt wie da. Immerhin waren die Kinder zu zweit und Japan ist ein sehr sicheres Land. Dennoch machte ich mir echt Sorgen und überlegte mir schon, wie wir das der Polizei erklären könnten. Nach gefühlten Ewigkeiten kamen dann Flo und die Kinder nach Hause. Was für eine Erleichterung. Wir hatten uns tatsächlich am Eingangsbereich aus den Augen verloren. Die Kinder fragten dann am Fahrkartenschalter nach. Die Leute dort konnten jedoch kein Englisch und schickten die Kinder zur Touristinformation. Dort lud Silas erst einmal sein Handy auf, denn der Akku war leer und warteten ca. eine Stunde, bis Silas Flo durch den Bahnhof tigern sah und auf ihn zukam. Was für ein Glück. Wir haben nun für den Fall, dass jemand verlorengeht, vereinbart, immer bei der Touristinofrmation zu warten bis jemand kommt und einen abholt.