Wir wollten eigentlich nur die Kühe und Kälber anschauen, die auf der Wiese lagen und ein kleines Picknick machen. Die Kinder standen bei den Kühen am Zaun als ein älterer Mann aus dem angrenzenden Hof auf uns zukam. Er sah recht wild aus: graues zerzaustes Haar, Bart, löchrige Hosen,…. Flo ging auf ihn zu. Der Mann fragte, ob wir Hilfe brauchen würden. Hier in diese Sackgasse verirrt sich sonst niemand. „Nein, wir brauchen keine Hilfe. Die Kinder wollen sich nur die Kühe anschauen und wir machen gleich ein kleines Picknick.“ „Braucht ihr noch etwas? Vielleicht Brot?“ Wir boten ihm ein Stück Melone an, die er dankend annahm. Den Rest der Melone gab er den Kühen zum Fressen. „Kommt mit Jungs, ich habe einige Babykatzen, die ich euch zeigen kann.“ Silas und Cayo marschierten hinterher und weg waren sie. Nach einer Weile ging Flo hinterher. Die drei fütterten die Kühe, spielten mit den Katzen und kamen mit einer großen Tüte voller Apfelsinen wieder und ein paar selbstgezogener kleiner Tomaten. Die Kinder bekamen zum Schluß noch ein Eis und eine Packung Süßigkeiten.
So kann Picknicken in Australien aussehen.
Das Nachbarhaus ist zu verkaufen und weiter hinten steht ebenfalls ein Haus zum Verkauf. Es schien fast so, als ob er uns als neue Nachbarn anwerben würde. Ich könnte mir ganz gut vorstellen für 6 Monate mal in Australien in einem kleinen Dorf zu leben, nahe an der Küste,….. Doch nun hießt es für uns erst einmal wieder nach Deutschland zurückzukehren und uns dort wieder einzuleben.