Chris, der Kleinste, ist der Einzige, der zur Schule geht. Für die anderen Jungs, kommt Freitags und Samstags eine Lehrerin, um zu unterrichten. Nach dem Frühstück bringt normalerweise einer der Volontäre Chris zur Schule. Außerhalb der Mauern hier gibt es keine asphatierten Straßen. Dies bedeutet, wenn es nachts regnet, dann fließt mitten auf der Straße ein großer Bach und man muss manchmal richtig darüber springen, so breit ist er. Mitten auf der Straße sind Schlaglöcher und jede Menge Müll, in dem viele streunende Hunde nach Futter suchen. Manchmal sieht man auch Menschen, die die Plastiktüten nach Brauchbarem durchsuchen. Alle Häuser hier haben hohe Mauern. Es ist eine gedrückte Stimmung, wenn wir zur Schule gehen. Das einzig Schöne ist der wunderschöne schneebedeckte Berg am Horizont. Mit uns gehen viele andere Frauen mit ihren Kindern zur Schule. Alle tragen sie Schuluniform. Die Schule, auf der Chris ist, ist von der argentinischen Luftwaffe gesponsert, dies sieht man auch an der Uniform. Chris war sehr glücklich, dass wir ihn zur Schule begleitet haben. Er war wirklich stolz auf uns, vor allem, wenn wir die Blicke der anderen Kinder sahen, die uns sehr ungläubig ansahen, dass beide Eltern dabei waren und manchmal sogar auch noch Cayo und Silas. So etwas gab es an der Schule wohl noch nie. Einmal, als wir ihn nicht abholen konnten, und Pablo, der spanische Volontär Chris abholte, fragte uns chris ganz vorwurfsvoll, warum wir nicht gekommen waren. Für ihn schien es wichtig zu sein, dass er nun eine „Art“ Familie hat. Auf dem Schulweg fragte ich Chris, ob er denn schln wüsste, was er gerne werden wollen würde. „Das weiß ich noch nicht. Aber eines sit sicher. Ich will auf alle Fälle ein Haus haben.“