Achtsamkeitsmeditation am Riff

Die Ebbe und Flut sind hier in Matemwe recht extrem. Bei Ebbe bzw. Niedrigwasser, wie ich von unseren Bremer Freunden gelernt habe, liegen viele Seeigel, Korallen und Seestern frei, wenn man ein Stück hinauswandert. Flo war schon mal draußen und hatte wunderbare Fotos gemacht. Da dachte ich mir, dass will ich auch sehen. Die Wanderung war eine echte Herausforderung, da es sehr, sehr viele wirklich riesige Seeigel gab, die man umgehen muste. Jeder Schritt musste mit bedacht gesetzt werden, denn wir haten nur unsere Wassersandalen an und wollten einen engen Kontakt mit den Seeigeln gerne vermeiden. Als wir hinauswanderten musste ich an die Achtsamkeitsmeditation denken. Ich war so konzentriert darauf, wo ich hintrat, dass ich wirklich ganz im Hier und Jetzt war. Es lohnte sich wirklich. Die verschiedenen Seeigel zu sehen. Ich nahm sogar einen auf die Hand. Wieder ein Punkt auf meiner Liste „Raus-aus-der-Komfortzone“ und dann entdeckten wir riesige Seesterne. Wunderschön. Schwarz mit roten Punkten. Den ersten Seestern berührte ich nur vorsicht mit den Findern als Flo in in der Hand hielt. Beim nächsten Seestern war ich dann mutig und nahm ihn auf die Hand. Unten dran haben sie so kleine Saugnäpfe, die dann an meiner Hand andockten. Als ich ihn wieder ins Wasser ließ, löste er sich ganz einfach. Ich hatte kurz befürchtet nun mit einem überdimensionalen Seestern auf der Hand mein weiteres Dasein fristen zu müssen. Es war wirklich scön, all die verschiedenen Seesterne mit ihren unterschiedlichen Farben und Formen anzusehen. Es brauchte doch ganz schön lange und als es schon gut dämmerte, waren wir erst wieder am Strand zurück.

Da der Untergrund sehr uneben war und manchmal durch das Seegras nicht so klar war, was alles im Seegrad lag, kam ich einmal ins Wanken und um wieder einen festen Tritt zu bekommen und nicht in die Seeigel zu fallen, streifte ich ein paar Seeigel, so dass ich nun 3 Seeigelstacheln als Souvenir mit nach Hause nahm. Dennoch hatte sich der Ausflug dicke gelohnt.

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