Resümee Woche 2

Beim Schreiben war ich mir schon gar nicht mehr so sicher, ob es bereits Woche 2 oder 3 ist. Mein Zeitempfinden hat sich schon etwas verändert. Da hier der Tante Emma Laden auch am Sonntag geöffnet hat, ist es ganz gleich welchen Tag wir haben, da jeder Tag wie der andere ist. Wir sind nun langsam in Uvita angekommen und genießen unseren Urlaub. Was mich wirklich noch nervt, ist die Tatsache, dass mein Spanisch nicht wirklich atemberaubend ist und ich mich nur rudimentär unterhalten kann.

Wir kommen so langsam in unserer Auszeit an, werden entspannter und schauen, was der Tag uns so bringen wird. So wollten wir neulich nochmals morgens zum Wasserfall, haben uns dann kurzfristig umentschieden, da es schon recht spät war und die Wanderung zum Wasserfall doch eine Weile dauert. Flo und ich sind zum Strand einfach schon mal losgegangen, die Kinder kamen eine Dreiviertelstunde später nach. Die beiden haben sich hier bereits bestens eingelebt, waren dann noch vorher mit dem Nachbarsjungen Fußballspielen bevor sie dann zum Strand hinterher kamen. Das mit der Sprache klappt irgendwie. So klappte es auch wunderbar als die beiden ihr Einsiederlkrebsgehege gebaut haben und ein französischer Junge dazukam und mitgeholfen hat. Stundenlang haben sie daran gebaut und waren völlig in der Aufgabe versunken. Diese Momente, wenn wenn sie völlig in etwas aufgehen, kommen immer wieder. Dann denke, ja, es lohnt sich, die Zeit sich zu nehmen und einfach mal schauen, was kommt. Heute waren wir beim Wasserfall und als Cayo und wir völlig begeistert vom Wasserfallrutschen waren, hat Silas die ganze Zeit einen Stein zu einem Keil an einem anderen großen Stein geschliffen und war ganz im Flow. Bei Nachhauseweg vom Wasserfall regnete es; anfangs ein sanfter Tropenregen, der immer stärker wurde. Wir waren auf dem Rückweg noch im großen Supermarkt einkaufen (bereits recht nass) und dann schüttete es so wirklich los. Die Straßen verwandeln sich dann in Windeseile in Sturtzbäche. Wir wanderten einfach entspannt weiter. Die Kids joggten schon voraus. Es ist wirklich schön, zu sehen, wie selbständig sie sich hier bewegen und wie offen sie anderen Leuten gegenüber sind.

Was manchmal schwierig ist, dass wir zu viert auf so kleinem Raum (1 Zimmer) zusammenleben. Da ist es nicht so einfach, sich zurückzuziehen und es kommt dann eben auch zu Reibereien. Ich binn dennoch überrascht, wie gut es klappt. Ein wenig wehmütig bin ich schon, dass die Zeit in Uvita bald zu Ende ist und gleichzeitig freue ich mich darauf, bei Emilio und seiner Familie zu sein um dort mitzuhelfen, obwohl ich noch überhaupt keine Ahnung habe, was da auf uns zukommen wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert