Ursprünglich wollten wir mit Uber nach El Alto zur Station der Gondeln fahren. Dort sollten wir dann von Victor abgeholt werden. Wir hatten immer noch nicht die genaue Adresse, wo wir im nächsten Monat unterkommen sollten. Als wir Uber bestellen wollten, war da kein Auto weit und breit. Nach einiger Wartezeit ging Flo dann los, um nach einem Taxi zu suchen und siehe da, er war schneller da als wir gedacht hatten. Das ganze Gepäck im Kofferraum und auf unserem Schoß. Mittlerweile sind wir echt gut, haben nur noch 3 große Rucksäcke, Cayos kleinen, und 2 x Handgepäck. Und los ging es. Der Taxifahrer versuchte über eine Abkürzung auf die Hauptstraße nach El Alto zu kommen und fuhr dann ein gutes Stück offroad. Ich war überrascht, dass das Auto das aushielt über diese Dreckstraße zu kommen. Ich hörte gerade die neue Autobiographie von Richard Branson, und fand die Situation sehr passend: „no risk, no fun“, vor allem als uns auf einer einspurigen Staubpiste ein anderes Taxi entgegenkam und als ich rechts aus dem Fenster schaute der Abgrund verdächtig nahe war. Die haben zum Glück zugehört und wir sind dann irgendwann, nachdem wir über die abgesperrte Straßenbaustelle gefahren sind, auch endlich wieder auf einer normalen Straße waren. Und ich Naivling dachte, dass dies eine bequeme Taxifahrt werden würde! Da hilft nur eines, tief durchatmen und alle Schutzengel anzurufen, die gerade unterwegs sind. Später, als wir mit den Gondeln wieder fuhren, sahen wir ein abgestürztes auto in einer Felsspalte hängen! Da haben wir unsere Schutzengel mal wieder sehr beansprucht.